Hochgetestet: Chemnitz überspringt die 300er-Marke

Mit 301,2 steigt der umstrittene Corona-Inzidenzwert in Chemnitz über die 300er-Marke – diese Entwicklung überrascht nicht, schon in den vergangenen Tagen bewegten sich die Zahlen stetig nach oben. Während für die einen die dritte Welle begonnen hat, ist ein auffälliger Anstieg seit Einführung der Testpflicht an Schulen, sowie der weitgehenden Testpflicht an Arbeitsplätzen zu verzeichnen. Mit der gestiegenen Inzidenz rücken Lockerungen, die der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer derzeit ohnehin ausschließt, in noch weitere Ferne – nach rund einem halben Jahr Dauerlockdown, fehlt jede Öffnungsperspektive und es ist den Bürgern nicht mehr zu vermitteln, worauf sie eigentlich noch warten sollen.

Würde der Inzidenzwert in eine Relation zu der massiv gestiegenen Testzahl gesetzt, wäre dieser wahrscheinlich in einer Größenordnung, in der sich niemand gegen die Abschaffung sämtlicher Lockdown-Maßnahmen stellen könnte. Aber weil genau das vermutlich politisch nicht gewollt ist, wird eben nicht die Zahl der durchgeführten Tests erfasst, sondern nur die der Tests, bei denen ein positives Ergebnis erzielt wurde. Und so lässt sich jede Statistik beliebig anpassen – je mehr getestet wird, desto höher die Inzidenz.

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