Großaufgebot der Polizei verhindert Demonstrationen in Chemnitz – Gegner der Coronamaßnahmen weichen nach Zwickau aus

1300 Beamte aus dem gesamten Bundesgebiet standen am Samstag (27. März) in Chemnitz bereit, um ein Versammlungsverbot, das die Stadt am Donnerstag ausgesprochen hatte, durchzusetzen. Nachdem das Sächsische Oberverwaltungsgericht das Verbot am späten Samstagmittag bestätigte, begann die Polizei, Platzverweise gegen einzelne Personengruppen im Chemnitzer Innenstadtbereich auszusprechen, um größere Ansammlungen zu unterbinden – bereits zuvor waren Teile der Innenstadt mit Absperrgittern unzugänglich gemacht worden. Dennoch fanden sich rund 200 Personen auf dem Markt ein, um den Versuch zu unternehmen, eine Spontandemonstration gegen das Verbot (und wohl auch gegen die Coronamaßnahmen an sich) durchzuführen. Polizisten schritten jedoch ein, stoppten einen Aufzug und lösten die Versammlung auf – es wurden zahlreiche Ordnungswidrigkeitenanzeigen geschrieben, sowie rund zwei Dutzend Personen zur Durchsetzung von Platzverweisen in Gewahrsam genommen.

Protest verlagert sich kurzfristig nach Zwickau

Viele Teilnehmer, die angesichts der polizeilichen Übermacht nicht in eine vorgefertigte Planung der Polizei geraten wollten, nutzen eine Alternative: Sie wichen auf die wöchentliche Kundgebung der Querdenker in Zwickau aus, auf der sich plötzlich viele hundert Bürger einfanden. Die Polizei schien davon sichtlich überrascht und es dauerte rund anderthalb Stunden, bis eine erste Hundertschaft in Zwickau eingetroffen war. Letztendlich verlief die Versammlung in Zwickau ohne nennenswerte Zwischenfälle, verschiedene Redner und ein Musiker, die ihre Auftritte teilweise für Chemnitz geplant hatten, traten in Zwickau auf.

Großaufgebot kontrolliert Personen im Erzgebirge

Auch im Erzgebirge zeigte die Polizei Präsenz, nachdem eine Veranstaltung der Freien Sachsen in Schwarzenberg – ebenfalls durch eine abenteuerliche Gefahrenprognose der Versammlungsbehörde – verboten wurde. Seitens der Organisatoren wurde ebenfalls zur Teilnahme an der nicht-untersagten Kundgebung in Zwickau aufgerufen, so dass sich dort viele potentielle Teilnehmer der Schwarzenberg-Kundgebung einfanden. Das hielt die Polizei aber nicht davon ab, großflächige Kontrollen im Erzgebirge durchzuführen. In Schneeburg wurden zudem über 200 Personen kontrolliert, die sich spontan im Ortskern zu einem Spaziergang zusammenfanden – hunderte Polizisten rückten wenige Minuten nach Beginn dieses Spazierganges an, um Platzverweise zu verteilen. Viele Bürger fragen sich, ob ein solches Polizeiaufgebot noch verhältnismäßig ist.


Mehrere hundert Demonstranten wichen spontan nach Zwickau aus

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2 thoughts on “Großaufgebot der Polizei verhindert Demonstrationen in Chemnitz – Gegner der Coronamaßnahmen weichen nach Zwickau aus

  1. Verhältnismäßig ist das für einen Polizeistaat, wie es die Bundesrepublik unter Genossin Angela Merkel geworden ist, nicht.

  2. Nun wenn die VoPo macht was das Zentralkomitee will, die machen was der große Bruder will, dann stört das Volk. Was man ja gerade sowieso abschafft, was dann Demokratie sein soll, auf der Verpackung ja?

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