CFC-Fanprojekt verhöhnt die Opfer des 5. März mit einem widerlichen Tweet

Chemnitz gedenkt den Opfern der Bombenangriffe vom 5. März 1945. Ganz Chemnitz? Nein, eine kleine Minderheit versucht, aus dem Tag politisches Kapital zu schlagen und ihn für den fortwährenden „Kampf gegen Rechts“ zu instrumentalisieren. Einen besonderen Ausreißer hat sich das Fanprojekt des Chemnitzer FC geleistet: Auf dem Instagram-Profil hieß es am Freitagvormittag „am heutigen Tag der Bombardierung unserer Stadt durch die Nationalsozialisten vor 76 Jahren … gedenken wir gemeinsam mit vielen anderen Chemnitzer*innen den zahlreichen Opfern des Nationalsozialismus, ebenso wie den Überlebenden und ihren Familienangehörigen“ – versehen ist der Text mit weiteren Floskeln für ein „friedliches, demokratisches, tolerantes und buntes“ Miteinander. Nun lässt sich den Nationalsozialisten vieles vorwerfen, Chemnitz bombardiert haben sie aber sicherlich nicht. Dafür waren primär britische Bomber zuständig, die unvorstellbares Leid unter der Zivilbevölkerung anrichteten. Warum das Chemnitzer Fanprojekt an diesem Tag genau jenen Opfern offenbar nicht gedenken möchte, bleibt offen. Vermutlich ist es ein weiterer Versuch, das Umfeld des Chemnitzer FC politisch gezielt in eine Richtung zu lenken. Dazu kann sich jeder seine Meinung bilden. Den Gedenktag dafür zu missbrauchen, ist aber vor allem eines: Unterste Schublade.

Übrigens: Das Fanprojekt stieß mit dem Tweet wohl auf keine allzu gute Resonanz, wenig später wurde der Tweet kleinlaut abgeändert. Seine Aussage ändert sich dadurch aber kaum.

Die geänderte Version:

Share:

1 thought on “CFC-Fanprojekt verhöhnt die Opfer des 5. März mit einem widerlichen Tweet

  1. Ein Buch GEGEN das Vergessen! Liesel – Biografie einer 101-Jährigen

    Zum Gedenken an die Opfer vom 05. März 1945 in Chemnitz!

    Unsere Oma Liesel musste diesen grausamen Tag miterleben! Ausschnitt aus ihrer Biografie: Seite 131 – 134.

    „Schon am frühen Nachmittag des 05. Märzes 1945 ertönten in Chemnitz und Umgebung alle Sirenen. Wieder erklang das unerträgliche dröhnende Geräusch der herannahenden Flugzeuge. Doch an diesem Tag war alles anders, der unerträgliche Lärm war noch viel lauter als gewohnt. Liesel befand sich zu dieser Uhrzeit noch in der Handschuhfabrik. Rudolf war ebenfalls noch in Siegmar zum Arbeiten auf dem Kohlebahnhof. Beide brachen so wie tausende anderer Arbeiter sofort ihre Tätigkeit ab und liefen in den nächstgelegenen Luftschutzkeller. Nach etwa drei Stunden hatte sich die Lage etwas entspannt. Jeder der die Möglichkeit hatte nach Hause zu laufen, machte sich unter größter Vorsicht auf den Heimweg.
    Liesel und Rudolf trafen fast zeitgleich gegen 19:00 Uhr bei ihrer Familie ein. Hilde hatte schon alle Vorkehrungen für die Flucht in den Luftschutzbunker getroffen.

    Dann ertönten wiederholt alle Sirenen, jeder wusste nun, dass wird eine schlimme und schlaflose Nacht.
    Rudolf nahm den Notkoffer der Familie, der immer griffbereit mit den nötigsten Papieren, wie Stammbücher, Ausweise, einer Notration Kekse, die Hilde für ihre Arbeit von den Amis bekommen hatte, dazu eine Feldflasche mit Wasser und ein paar wenige Kleidungsstücke für die kleine Erna bereitstand, wenn sie in einen Luftschutzbunker fliehen mussten.
    Liesel packte fluchtartig ihre Tochter in eine dicke Decke und rannte zusammen mit ihrem Mann und ihrer Mutter in den nahegelegenen Luftschutzbunker.
    Gegen 20:00 Uhr geschah das Schreckliche. Wie später bekannt wurde, warfen 683 britische Bomber, hunderte von Luftminen, Brandbomben und tausende Tonnen Sprengbomben über Chemnitz und dessen Umland ab.
    Liesels Familie hatte den Glauben an ein gemeinsames Überleben in dieser Nacht verloren.
    Die kleine Erna schrie wie alle anderen Kinder die eng zusammen im Luftschutzbunker ausharren mussten unerträglich. Frauen versuchten, in dieser Nacht, für ihre Kinder stark zu sein. Sie zeigten eine Stärke, die sie in Wirklichkeit selbst nicht hatten. Männer versuchten in diesen chaotischen Stunden, ihre Frauen zu beruhigen, auch bei ihnen lagen die Nerven völlig blank. Die Todesangst machte viele Leute in dem Luftschutzbunker aggressiv. Erst nach mehr als zwanzig Stunden war alles vorbei. Mit zitternden Knien und völlig verängstigt konnten die Menschen wieder zurück in ihre Häuser, soweit sie noch standen.
    Nur in dieser einen Nacht kamen mehr als viertausend Menschen in Chemnitz ums Leben!“

    Überall im Buchhandel, auch als e-Book/Kindle

    https://www.youtube.com/watch?v=53djIf9l8qY&t=1s

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.