Sven Schulze verteidigt sich nach „Geheimgespräch“ und grenzt 25 Prozent der Chemnitzer aus

Nachdem der angehende Oberbürgermeister Sven Schulze die Vorstellung der Betreibergesellschaft zur Kulturhauptstadt 2025 in einer Art „Geheimgespräch“, bei dem die Fraktionen der AfD und Pro Chemnitz nicht eingeladen worden waren, durchführte, erntete er scharfe Kritik. Ihm wurde „Klüngelei“ vorgeworfen, auch rechtliche Schritte geprüft. Mittlerweile hat Schulze auf die Anfrage des Stadtrates und Rechtsanwalts Martin Kohlmann Stellung bezogen. Der momentane Amtsverweser sieht keinen Anlass, sein Verhalten zu überdenken, es hätte sich vielmehr um eine Art Privatgespräch gehandelt – ob ein Oberbügermeister tatsächlich mit einem Großteil der Ratsfraktionen „Privatgespräche“ führt, sei dahingestellt. Noch deutlicher wird Schulze im Schlussteil seines Schreibens, das von der Bürgerbewegung Pro Chemnitz veröffentlicht wurde: „Darüber hinaus bin ich an einem weitergehenden Austausch mit Ihnen und Ihren Fraktionsmitgliedern angesichts Ihrer politischen Positionen und insbesondere Ihres Auftretens im Stadtrat jedoch nicht interessiert, was Sie sicher verstehen werden“, teilt Schulze in überheblicher Art mit. Für einen Oberbürgermeister, der vor der Wahl damit warb, für alle (!) Chemnitzer einstehen zu wollen, ist das eine beschämende Position. 25 Prozent der Chemnitzer werden alleine durch diese Weigerungshaltung ausgegrenzt – viele weitere durch ein solches Verhalten zumindest vor den Kopf gestoßen.

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