Chemnitzer Inzidenzwert geht weiter zurück – Lockerungen lassen auf sich warten

Die jüngsten Planungen der Landesregierung um Michael Kretschmer (CDU), erst bei einem 21-tägigen Inzidenzwert unter 35 weitreichende Lockerungen durchzuführen, empören derzeit die Gemüter. Denn: Bis dieser Wert erreicht ist, könnte noch viel Zeit vergehen. Ein kleiner, regionaler Anstieg würde bereits reichen, damit diese Zahl wieder übertroffen wird. Während ursprünglich ein Inzidenzwert unter 50 als Ziel genannt wurde, um weitreichende Lockerungen anzuordnen und die umstrittenen Coronamaßnahmen zumindest in Teilen zurückzunehmen, hat die etablierte Politik nun einen neuen Kurs ausgegeben. Wäre sie ihren Ankündigungen treu geblieben, hätten auch längst Lockerungen erfolgen müssen: Seit Wochen sinkt der Inzidenzwert in Chemnitz, mittlerweile liegt er nur noch bei 44,2 positiv Getesteten auf 100.000 Einwohner. Wenn der Wert unter 35 liegt, dürfen die Bürger jedoch gespannt sein, welche Grenze von der Landesregierung als Nächstes herausgegeben wird – das Vertrauen in diese Politik befindet sich nicht umsonst in einem ähnlichen Sinkflug wie der ohnehin kaum aussagekräftige Inzidenzwert.

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