Chemnitzer Grüne wollen Südring-Ausbau stoppen: Droht ein zweiter Dannenröder-Forst?

Der Dannenröder-Forst ist mittlerweile vermutlich der bekannteste Wald in Hessen: Nahe Marburg gelegen, protestieren dort seit Monaten Gegner des Weiterbaus der A49, für die im Dannenröder-Forst 27 Hektar Waldfläche gerodet werden müssen. Unterwandert ist diese Protestbewegung von militanten Linksextremisten, immer wieder kommt es zu schweren Zusammenstößen mit der Polizei. Zustände, die bald auch in Chemnitz drohen könnten? Nach städtischer Planung soll die Südring-Erweiterung auf einer Länge von sechs Kilometern von der Augustusburger Straße bis zur Eubaer Straße auf vier Spuren verlaufen und damit endlich die Verkehrssituation in Chemnitz entzerren. Während fast alle im Rat vertretenen Parteien das Vorhaben begrüßen und darin eines der wichtigsten, verkehrsinfrastrukturellen Projekte der nächsten Zeit sehen, wollen die Grünen den Südring-Ausbau stoppen. Sie sehen darin primär eine Gefahr für den Zeisigwald, der „die volle Schall-Dröhnung abbekommen würde“, wie Stadträtin Katharina Weyandt gegenüber Tag24.de behauptet. Unterstützt werden die Grünen dabei von der Friday for Future- Abspaltung „Parents for Future“, die einen Ausläufer des Zeisigwaldes zwischen Frankenberger und Dresdner Straße durch die Südring-Erweiterung in Gefahr sehen.

Ob die Grünen, die in Hessen als Landesregierung übrigens den Weiterbau der A49 mitbeschlossen haben, aber dreisterweise auch die Proteste gegen den Ausbau unterstützen, auch in Chemnitz einen zweiten Dannenröder-Forst etablieren möchten, kann bisher nur vermutet werden. Angesichts der hervorragenden Verbindungen, die Teile der Partei ins linksextreme Milieu pflegen, würde es jedoch nicht verwundern, wenn die Grünen gegen den Südring-Ausbau richtig mobil machen.

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