15-Kilometer-Regel und nächtliche Ausgangssperre in Chemnitz abgeschafft

Nach zahlreichen Verschärfungen der Corona-Maßnahmen gibt es eine erste Abmilderung: Ab sofort sind die sogenannte 15-Kilometer-Regel, nach welcher der Wohnort nur unter besonderen Gründen weiter als der entsprechende Radius verlassen werden sollte, sowie die nächtliche Ausgangssperre wieder abgeschafft. Bestehen bleibt jedoch die grundsätzliche Ausgangsbeschränkungen, nach der das Verlassen der eigenen Wohnung ohne triftigen Grund verboten ist. Damit reagiert die Chemnitzer Stadtverwaltung um den angehenden Oberbürgermeister Sven Schulze auf die deutliche Kritik, die zuletzt an den zögerlichen Lockerungen geäußert wurde – obwohl Chemnitz seit mehreren Wochen den niedrigsten Inzidenzwert in ganz Sachsen aufweist, wurden die drastischen Beschränkungen nicht ansatzweise gelockert.

Die Abschaffung der drakonischsten Maßnahmen kann nur ein Anfang sein: Als nächstes muss die Politik die unverzügliche Öffnung der geschlossenen Geschäfte und Branchen ermöglichen. Dafür fehlt – leider – den meisten Parteien der Mut, stattdessen wird sich hinter einem kaum aussagekräftigen Inzidenzwert versteckt.

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