Weitere Kontaktbeschränkungen der Bundesregierung verschärfen ohnehin harte Coronaverordnung in Sachsen weiter

Sachsen hat bereits die bundesweit härtesten Coronabeschränkungen – durch die neuen Planungen der Bundesregierung, die Kontakte weiter zu reduzieren, wird die Coronaschutzverordnung jedoch noch weiter verschärft. Zwar existiert in Sachsen bereits eine 15-Kilometer-Ausgehzone, außerhalb derer ohne triftigen Grund nicht verkehrt werden darf (und was von der Polizei auch gerne kontrolliert wird), zukünftig soll aber auch die Zahl der Kontakte auf einen Haushalt und eine weitere Person reduziert werden. Wie genau der Wortlaut in der entsprechenden Verordnung aussieht, ist jedoch unklar, zumal diese Aussage widersprüchlich ist: Wenn sich ein Pärchen beispielsweise mit einem Single trifft, ist dies nach dem Sinn der Aussage, die Bundeskanzlerin Angela Merkel CDU) am Dienstagabend (5. Januar) in Berlin verkündete, zulässig. Wenn aber der Single das Pärchen trifft, würde er sich mit mehr als einer weiteren Person aus einem fremden Haushalt treffen und es läge eine Ordnungswidrigkeit vor. Scheint so, als müsste die Landesregierung zunächst eine Formulierung finden, wie dieser Widerspruch in eine Verordnung gefasst werden kann. Während sich in Sachsen zum jetzigen Stand vergleichsweise wenig ändert, sind die Maßnahmen vor allem in den westlichen Bundesländern zum Status quo gravierend. Fraglich bleibt aber, wie lange die Menschen noch bereit sind, diesen Anordnungen zu folgen: Ob der Lockdown über den 31. Januar 2021 verlängert wird, ist offiziell noch offen. Tatsächlich dürfte die Merkelregierung (und auch ihr sächsischer Statthalter) längst wissen, dass auch der Februar noch in einem totalen Lockdown verbracht wird. Mindestens.

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