Trotz ausgiebigem Feuerwerk: Kein erhöhtes Unfallaufkommen im Chemnitzer Klinikum

Im Vorfeld des Silvesterabends 2020 wurde in vielen Großstädten diskutiert: Entsteht durch Feiern und Feuerwerk ein erhöhtes Arbeitsaufkommen in Kliniken, sind solche Gefahren zu verantworten?! Während die Stadt Dresden beispielsweise Feuerwerk gänzlich verboten hatte, galt in Chemnitz formal ein Verbot des Feuerwerkszünden auf öffentlichen Flächen – in der Praxis hatte dieses Verbot jedoch keine Bedeutung, es wurde ausgiebig im gesamten Stadtgebiet „gezündet“, wenngleich natürlich das Verkaufsverbot für Feuerwerk im Jahr 2020 ohnehin zu einer Reduzierung des „Bölleraufkommens“ beigetragen hat. Letztendlich bestätigt aber das Klinikum Chemnitz rund eine Woche später die Vermutung der Kritiker des Feuerwerksverbots: Es hat keine medizinischen Auffälligkeiten gegeben, im Gegenteil. Die Anzahl der unfallchirurgischen Patienten lag sogar „leicht unterhalb des Normbereichs“, wie Dr. Ludwig Schütz, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie gegenüber der Freien Presse mitteilte. Somit scheint der Praxistext einen Irrtum, der sich auch in der Chemnitzer Lokalpolitik, vor allem aber der Stadtverwaltung selber, verbreitet hat, zu widerlegen: Trotz Feuerwerk steigt die Zahl der Patienten in der Notaufnahme nicht an.

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