Nur 3 „an oder mit Corona Verstorbene“ waren in Chemnitz jünger als 60 Jahre

Laut Daten des Robert-Koch-Instituts wurden bis zum 31. Dezember 2020 insgesamt 7732 Menschen in Chemnitz positiv auf den Covid-19-Virus getestet. Während gerade einmal rund 400 der Fälle bei Personen unter 14 Jahren festgestellt wurden, lagen die Schwerpunkte in den Altersgruppen 15 bis 34 Jahre (1795 Fälle) und vor allem 35 bis 39 Jahre (2847) Fälle. Bei den 60 bis 79-Jährigen wurden 1374 Fälle registriert, bei den über 80-Jährigen 1309 Fälle. Ein Blick auf die Todesfälle, die „an oder mit Corona“ gestorben sind, legt einmal mehr den Verdacht nahe, dass es sich bei den Toten mehrheitlich nicht um solche handelt, die an einer Folge der Pandemie gestorben sind.

Statistik lässt keinen Rückschluss zu, ob jemand an oder lediglich mit dem Virus gestorben ist

Zunächst ist jedoch anzumerken, dass die Statistik des Robert-Koch-Instituts keinerlei Rückschlüsse zulässt, ob der Tod tatsächlich durch Corona verursacht wurde. Ein Dachdecker, der beispielsweise vom Dach stürzt und daran verstirbt, wird als Corona-Toter geführt, wenn in seinem Körper der Covid-19-Virus festgestellt wird, auch wenn dieser nicht ursächlich gewesen ist. Auch schwere Vorerkrankungen, bei denen der Corona-Virus möglicherweise eine verstärkende Wirkung hat, die aber mitunter selber bereits tödlich verlaufen wären, wurden nicht berücksichtigt. Dennoch ist es aussagekräftig, wenn bei den 35 bis 39-Jährigen trotz der höchsten Fallzahl von 2847 positiven Testungen gerade einmal drei Personen verstorben sind. Vermutlich – das ist allerdings eine Spekulation – wird in dieser Altersgruppe kein einziger an einer direkten Folge von Corona verstorben sein.

In der Altersgruppe 60 bis 79 wurden auf 1374 Erkrankungen 39 Todesfälle gemeldet, auch hier ist davon auszugehen, dass insbesondere schwere Vorerkrankungen oder ohnehin tödlich verlaufende Krankheiten, bei denen letztendlich „zusätzlich“ noch der Corona-Virus festgestellt wurde, den Wert maßgeblich erhöht haben.

Mit 162 Todesfällen liegt die Altersgruppe der über 80-Jährigen mit weitem Abstand vorne, die Letalitätsrate beträgt in dieser Altersgruppe über 12 Prozent. Wenn aber ein Blick auf die durchschnittliche Lebenserwartung geworfen wird, die in Chemnitz bei 83,5 Jahren liegt, lassen sich die Zahlen bereits ganz anders deuten: Möglicherweise sind auch hier vor allem Menschen mit Vorerkrankungen, aber auch jene, die eines natürlichen Todes sterben und dabei mit dem Coronavirus infiziert sind, ohne dass dieser aber dafür ausschlaggebend ist, für einen Großteil dieser Fälle verantwortlich.

Sicherlich, ein Stück weit sind dies Spekulationen, weil das Robert-Koch-Institut bis heute nicht erfasst, welche Ursache für jeden einzelnen Todesfall ursächlich ist. Aber: Ganz abwegig scheint diese kleine Analyse nicht zu sein. Sie würde aber die Kritik von Corona-Maßnahmengegnern untermauern, dass der Covid-19-Virus nicht die Gefährlichkeit besitzt, die von den etablierten Parteien, in Sachsen allen voran CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer, gebetsmühlenartig vorgetragen wird.

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