„Mindestens bis Ende Januar“: Lockdown in Sachsen soll verlängert werden

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer lässt keinen Zweifel an seinen Plänen: „Mindestens bis Ende Januar“ solle der aktuelle Lockdown verlängert werden, so der CDU-Politiker. „Wir befinden uns in der härtesten Phase dieser Pandemie. Die Erfahrungen unserer Nachbarn zeigen: Frühes Lockern führt zum sprunghaften Anstieg der Infektionen„, teilt der Ministerpräsident zudem per Twitter mit. Zwischen den Zeilen lässt er in seinen Aussagen, über die verschiedene Medien berichten, durchblicken, dass die Einschränkungen auch noch länger dauern könnten. Bereits seit Anfang November 2020 steht das öffentliche Leben im Freistaat weitestgehend still, vor allem für kleinere Selbstständige, sowie den Gastronomie- und Tourismussektor entwickelt sich der Lockdown zu einer existenzbedrohenden Krise. Immer wieder wird kritisiert, dass Fördergelder durch zu hohe Hürden nicht bei den Betroffenen ankommen. Ob sich daran etwas ändern wird, bleibt offen – einmal mehr scheint die Frage, wie der drohende, wirtschaftliche Totalkollaps verhindert werden kann, gegenüber Schnellschüssen und in sich selbst unschlüssigen Lockdownbeschränkungen in den Hintergrund zu geraten. Tatsächlich ist es unverständlich, dass Bereiche, die nach sämtlichen Untersuchungen keine Treiber der Pandemie sind, etwa Gastronomie und Einzelhandel, geschlossen bleiben müssen. Es scheint, als würde sich die Landesregierung auf Kosten ihrer Bürger profilieren, um vermeintliche Stärke zu suggerieren. Stärke, die möglicherweise mit einem gesunden, abgestuften Handlungskonzept überhaupt nicht notwendig wäre. Zumindest nicht, um den Corona-Virus in den Griff zu bekommen.

Share: