Chemnitzer AfD-Fraktion fordert Lockerung der Coronamaßnahmen

Chemnitz hat den niedrigsten Corona-Inzidenzwert in ganz Sachsen, am Donnerstag (28. Januar) lag der Wert bei 62,9 und damit nur knapp über der 50er-Hürde, die von der Landesregierung einst als Maßstab für die schärfsten Lockdown-Maßnahmen angewandt wurde. Doch während es seinerzeit eine Reihe von Verschärfungen gab, die etwa bei Überschreiten der 100er- oder 200er-Inzidenz angeordnet wurden, lassen Lockerungen in Chemnitz auf sich warten, selbst das Verbot für Imbisswagen auf dem Wochenmarkt wurde noch nicht zurückgenommen, obwohl die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass Passanten im Winter ein Hähnchen mitten auf dem Marktplatz essen. Mittlerweile steht die Stadtverwaltung für die zögerliche Lockerungspolitik jedoch in der Kritik, zum Beispiel aus den Reihen der AfD-Fraktion

AfD-Fraktionsvorsitzender fordert Rücknahme „nicht mehr notwendiger Maßnahmen“

Als die Zahlen nach oben gingen und verschiedene Grenzen überschritten, kamen in Windeseile schwerwiegende Einschränkungen. Ebenso erwarten wir jetzt, dass nicht mehr notwendige Maßnahmen zurückgenommen werden“, fordert der AfD-Fraktionsvorsitzende Dr. Volker Dringenberg. Er kritisiert weiter, dass „von den Bürgern seit Monaten erwartet wird, alle Restriktionen stillschweigend hinzunehmend und sich an diese massiven Einschränkungen zu halten, bis hin zu nächtlichen Ausgangssperren und streng reduzierten Kontakten im privaten Bereich“, die Stadt sich aber hinter der Corona-Verordnung des Freistaates verstecken würde und sich offenbar vor der Eigenverantwortung drückt, statt den Chemnitzern ein Stück Freiheit zurückzugeben. „Sollte die Stadtverwaltung unter Leitung von Sven Schulze keine Schritte prüfen und sich für Lockerungen einsetzen, macht sie sich unglaubwürdig und bricht ihr Versprechen, bei entsprechenden Werten das Leben wieder der Normalität anzupassen. Das wäre ein fatales Zeichen und würde dazu führen, dass immer weniger Menschen weitere Maßnahmen akzeptieren und neue Regeln befolgen“, schlussfolgert Dr. Dringenberg und dürfte damit nicht im Unrecht sein, denn zwischenzeitlich angeordnete Maßnahmen wie eine stadtweite Maskenpflicht im öffentlichen Raum, aber auch die nächtliche Ausgangssperre, werden zunehmend ignoriert. Die Stadtverwaltung sollte auf diese Abstimmung mit den Füßen hören.

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