Tafeln in Chemnitz und Frankenberg wegen Quarantäne-Fällen geschlossen

Es fehlen ehrenamtliche Helfer: Durch mehrere Fälle, in denen sich Aktivisten, die bei der Tafel Chemnitz helfen, in Quarantäne begeben mussten, ist die aktuelle Arbeit der sozialen Hilfsorganisation, die in Chemnitz etwa 1400 Hilfsbedürftige unterstützt, in Gefahr. Seit Donnerstag (17. Dezember) sind die Ausgabestellen an der Zwickauer Straße in Chemnitz und der Schulstraße in Frankenberg geschlossen. Ob vor Weihnachten noch geöffnet werden kann, ist unklar – in Frankenberg soll bis Jahresende nicht wieder geöffnet werden, in Chemnitz wird noch versucht, einen Notdienst zu organisieren, doch ob dies gelingt, ist offen. Vor allem für Familien, die vor Weihnachten auf die Hilfestellung der Tafel angewiesen sind, um das Fest in einer weniger tristen Atmosphäre zu gestalten, ist der Ausfall der Tafeln ein besonderes Ärgernis. Bleibt zu hoffen, dass es gelingt, zumindest eine Notausgabe zu realisieren. Langfristig bedarf es wohl ohnehin einer Sozialpolitik, die Tafeln überflüssig macht und sich den Problemen der armen Bevölkerungsschichten stärker annimmt. Denn: Tafeln sind private Hilfsorganisationen, die dort eingreifen, wo der Staat zu wenig hilft. Und das sollte sich ändern.

Bild: Joehawkins / de.wikipedia.org / CC-Lizenz

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