„Lage ist ernst“: Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze geht von Lockdown-Verlängerung aus

Der Lockdown dürfte – zumindest in Chemnitz – am 10. Januar noch lange nicht vorbei sein, vielmehr könnte sogar eine weitere Verschärfung der lokalen Verordnungen drohen. Gegenüber der Freien Presse äußerte sich der angehende Oberbürgermeister Sven Schulze dahingehend, dass die Lage nach wie vor ernst sei und der Lockdown erst mittelfristig erfolge bringen würde. Es sei deshalb „wenig wahrscheinlich“, dass Lockerungen zum 10. Januar verfügt würden. Diese Einschätzung deckt sich mit Vertretern der Landespolitik, die ebenfalls einhellig von einer Verlängerung ausgehen – unklar ist aber bisher, welche Hilfestellungen den Bereichen zur Verfügung gestellt werden, die von Geschäftsschließungen und Berufsverboten betroffen sind. Nachdem zuletzt der umstrittene Inzidenzwert weiter stieg und in Chemnitz täglich um die 400er-Marke schwankt, ist sogar davon auszugehen, dass weitere Einschränkungen drohen könnten – nach wie vor reagiert die Politik in einer Mischung aus Hysterie und blindem Aktionismus, statt endlich Risikogruppen effektiv zu schützen und gleichzeitig das öffentliche Leben soweit es geht hochzufahren. Wie lange dieses gefährliche Spiel noch andauert und wieviele Existenzen dadurch zerstört werden, lässt sich derzeit nur schwer erahnen.

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