Kritik an intransparenten Absprachen: Kulturministerkonferenz behandelt Vergabe der Kulturhauptstadt 2025 nach Chemnitz

Wenn sich am Donnerstag die Kunst- und Kulturminister der Bundesländer unter dem Vorsitz des bayrischen Kunstministers Bernd Sibler (CSU) treffen, wird auch die Vergabe der Kulturhaupstadt 2025 nach Chemnitz auf der Tagesordnung stehen. Hintergrund sind entsprechende Berichte der Süddeutschen Zeitung, die intransparente Vorgänge im Vorfeld kritisiert hatten, es hätte Absprachen gegeben und mehrere Berater seien bei verschiedenen, miteinander konkurrierenden Städten eingesetzt gewesen. https://www.sueddeutsche.de/kultur/kulturhauptstadt-kulturhauptstadt-2025-chemnitz-berater-1.5136643?reduced=true Neben Chemnitz hatten sich auch Nürnberg, Hannover, Magdeburg und Hildesheim beworben, verfehlten im Oktober aber den Zuschlag. Dass die Kritik ausgerechnet aus Bayern kommt, lässt einen Zusammenhang mit der Nürnberger Bewertung nicht gänzlich abwegig erscheinen. Andererseits wäre es wahrscheinlich die erste Vergabe, bei der es keinerlei „Klüngel“ im Vorfeld gegeben hat. Wenn die Stadt Nürnberg jetzt die Aufklärung der Vorwürfe fordert, sollte dies aber auch im Interesse der Stadt Chemnitz sein. Unabhängig von der grundsätzlichen Haltung gegenüber der Kulturhaupstadt-Bewerbung, die mitunter stark kritisiert wird, sollten mögliche Ungereimtheiten ausgeräumt werden, denn ein „Geschmäckle“ wäre wohl ein denkbar schlechter Start für die Kulturhauptstadt 2025.

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