Eklat im Chemnitzer Stadtrat: Pro Chemnitz – Politiker Andres wegen fehlender Maske von der Sitzung ausgeschlossen!

Die letzte Chemnitzer Ratssitzung im Jahr 2020 wurde von einem Eklat überschattet: Nachdem sich seit dem Sitzungsbeginn Politiker der Bürgerbewegung Pro Chemnitz mit der Verwaltung über die korrekte Anwendung der Maskenpflicht stritten, forderte Oberbürgermeister Sven Schulze Stadtrat Robert Andres auf, sein Halstuch höher zu ziehen, ansonsten sei dies ein Verstoß gegen die Maskenpflicht. Während der Stadtrat entgegnete, dass nach allen Seiten ein ausreichender Mindestabstand von mehr als anderthalb Metern gewahrt werde, Schulze selber minutenlang keine Masken getragen hätte und auch der Fraktionsvorsitzende Martin Kohlmann kritisierte, dass an einem Arbeitsplatz bei Wahrung des Mindestabstandes auf eine Maske verzichtet werden könne, im Rat jedoch selbst bei ausreichendem Abstand eine Maskenpflicht gelten würde, platzte Sven Schulze der Kragen: Er unterbrach die Stadtratssitzung, um Robert Andres vom Sicherheitsdienst aus der Stadthalle zu verweisen. Nachdem der Ausschluss nicht schnell genug ging, orderte Schulze die Polizei herbei und ließ Andres mit Hilfe der Beamten des Saales verweisen.

Martin Kohlmann beantragt sofortiges Ende der Stadtratssitzung

Als Reaktion auf den Ausschluss von Robert Andres beantragte der Pro Chemnitz – Fraktionsvorsitzende Martin Kohlmann, die Stadtratssitzung unverzüglich zu beenden, da offensichtlich sei, dass die Corona-Maßnahmen angewandt würden, um die politische Opposition im Chemnitzer Rat mundtot zu machen. Der Antrag wurde von den etablierten Parteien – bei Enthaltung der AfD -abgelehnt.

Ob auch weitere Kommunalpolitiker von Ausschlüssen betroffen sind, ist noch unklar, die Sitzung dauert weiter an. Es wird nachberichtet.

Nachtrag:
Ein Video auf der Facebook-Seite der Bürgerbewegung Pro Chemnitz zeigt, wie Andres von der Polizei aus dem Saal geführt wird.

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