Chemnitzer AfD-Stadtrat kritisiert Berichte über fehlende Krematorium-Kapazitäten als Panikmache

Türmen sich die Leichenberge vor den sächsischen Krematorien? Und wenn ja, ist das eine direkte Folge der Corona-Pandemie oder gibt es möglicherweise andere Gründe dafür? Diese Fragen hat auch der Chemnitzer AfD-Stadtrat und Kreisvorsitzende Nico Köhler aufgeworfen. Er kritisiert, dass die mediale Berichterstattung, die vor allem durch Tag24.de und der Freien Presse betrieben wurde, Panikmache darstellt. „Aus meiner Sicht eine sehr einseitige Betrachtungsweise, welche in der Chemnitzer Bevölkerung zu Angst führt. Dabei wäre es doch ein leichtes für die Herren Redakteure, wenn man sich alle Seiten genau anschaut“, kritisiert Köhler Presseberichte, wonach die Krematorien am Limit angekommen wären. Köhler kritisiert, dass beispielsweise die Frage, wieviele Einäscherungen, die sonst aus Kostengründen in Tschechien stattfinden, derzeit in Chemnitz durchgeführt werden, keine Berücksichtigung findet. Und auch ein Blick auf die Chemnitzer Todeszahlen lässt demnach keine Rückschlüsse darauf zu, dass derzeit ein erhöhtes Sterbeaufkommen registriert wird. Vielmehr berichtet die Stadt Chemnitz im Monat Dezember (bis 30. Dezember) auf ihrer Internetseite von 181 Todesfällen, die im Zusammenhang mit der Pandemie stünden, tatsächlich reichen die Kapazitäten aber im Normalfall für 440 Einäscherungen pro Monat. „Solange diese Betrachtungsweisen bei den Redakteuren keine Beachtung finden, kann ich diese Berichte nur als Panikmache bezeichnen! Und eins ist gesagt: Panikmache ist der völlig falsche Ansatz, denn daraus resultiert Angst“, positioniert sich Köhler abschließend mit einem Appell für eine ausgewogene Berichterstattung der lokalen Medien.

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