Auch am 4. Advent wurden in Chemnitz Weihnachtslieder gesungen

Es ist eine kleine Tradition geworden: An jedem Adventssonntag trafen sich in Chemnitz Menschen, um gemeinsam in der trostlosen und von sozialer Distanzierung geprägten Zeit Weihnachtslieder zu singen. Um eventuelle Komplikationen mit der Polizei zu vermeiden, wechselte in jeder Woche der Ort, am vergangenen Sonntag wurde der Schloßberg gewählt, an dem rund 100 Singende, darunter viele Familien mit Kindern, zusammentraten. https://www.chemnitz24.info/2020/12/wider-der-dunkelheit-gemeinschaftliches-weihnachtssingen-auf-dem-chemnitzer-schlossberg/ Am 4. Advent war die Kulisse um einiges Dunkler – ob dies eine Vorsichtsmaßnahme war, um möglichst unerkannt zu bleiben, ist unklar. Letztendlich fanden sich dennoch wieder einige Dutzend Menschen am Kosmonautenzentrum im Küchwaldpark ein, wo die mittlerweile altbekannten Instrumente und Lieder warteten. Neben den klassischen Weihnachtsliedern, wurde auch ein Lied gesungen, das immer wieder ertönt, wenn die Freiheit in Gefahr ist, beispielsweise durch staatliche Einschränkungen und Zensur: Die Gedanken sind frei. Es scheint, als würde dieses Lied auch in die Gegenwart passen, die von immer neuen, restriktiven Maßnahmen im Rahmen der Corona-Krise geprägt ist, die häufig in sich selber nicht schlüssig sind oder sich z.T. sogar widersprechen. Eine Krise, die Deutschland seit fast einem Jahr in einem permanenten Ausnahmezustand hält, die durch Schließungen und Verbote für Millionen von Menschen zur Existenzgefährdung wird und die das diesjährige Weihnachten wohl zum ungewöhnlichsten der deutschen Nachkriegsgeschichte machen wird. Die Bilder aus Chemnitz stellen dazu einen kleinen Kontrast dar, von einem Weihnachten, wie es einer Zeit war, die gefühlt schon als „früher“ zu bezeichnen ist.

Anbei der Videostream des Chemnitzer Youtubers Michael Wittwer, der das gesamte Weihnachtssingen aufgezeichnet hat:

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