Pro Chemnitz kritisiert städtische Anmietung teurer Büroflächen bei SPD-Bauunternehmer

Sind 10,40 Euro für eine Bürofläche mitten in der City zu teuer? Wenn es nach der Bürgerbewegung Pro Chemnitz geht, eindeutig. Die Ratsfraktion kritisiert in einer Pressemitteilung, dass der Mietvertrag für Räume des Gesundheitsamtes in dem Gebäude „Am Rathaus 8“ bei dem Bauunternehmer Miebach, selbst bekanntes SPD-Mitglied (bzw. der Mierbach & Mierbach GbR), deutlich überhöht angesetzt ist und wittert ein faden Beigeschmack. „Selbst in bester Innenstadtlage kann man angemessene Büroflächen deutlich günstiger erhalten. Wir haben der Verwaltung mehrere Angebote vorgelegt, die mögliche Ersparnis beträgt mehr als ein Drittel der Kaltmiete“, wird Stadtrat Robert Andres zitiert. Er schlägt vor, alternativ sogar auf Räumlichkeiten im alten, Technischen Rathaus zurückzugreifen, die für „weniger als die Hälfte“ angemietet werden könnten.

Stadtrat entscheidet in der Dezembersitzung über die Anmietung

Die entsprechende Ratsvorlage B-239/2020 wird zunächst am 10. Dezember in den Verwaltungs- und Finanzausschuss in nichtöffentlicher Sitzung eingebracht, ehe der Stadtrat am 16. Dezember die finale Entscheidung über die Anmietung trifft. Bis zum 30. Juni 2021 besteht noch ein Mietvertrag über eine Fläche von 2768 qm. Derzeit beträgt die monatliche Miete sogar noch 12,13 Euro pro Quadratmeter – dieser Wert reduziert sich entsprechend der Vorlage zukünftig immerhin auf 10,40 Euro pro Quadratmeter. Nach Auffassung von Pro Chemnitz ist diese Summe jedoch immer noch deutlich zu hoch, da sie sich von der durchschnittlichen Büromiete im Innenstadtbereich stark abhebt. Seitens der Verwaltung wird die hohe Miete vor allem mit der zentralen Lage des Standortes begründet und auf die Langfristigkeit – der Vertrag ist auf 15 Jahre mit zusätzlicher Verlängerungsoption durch die Stadtverwaltung angelegt – verwiesen.

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