Chemnitzer Carportbrandstifter gefasst: Er ist erst 16 Jahre alt!

Erfolg für die Ermittlungskommission „Carporter“ der Chemnitzer Polizei: Nach einer Serie von Autobrandstiftungen, die teils lebensgefährliche Situationen herbeiführten und bei denen mehrere Brände auf benachbarte Häuser überzugreifen drohten, gab es am Montag (2. November) einen Zugriff. Wie die Behörde zum Ende der Woche mitteilt, wurde dabei ein 16-Jähriger festgenommen, der den Sachschaden von bis zu einer Millionen Euro verursacht haben könnte. Konkret ist er dringend tatverdächtig, am 22. Oktober in Wittgensdorf Mülltonnen, die neben einer Garage standen, entzündet zu haben. Anschließend griff das Feuer über und zerstörte eine Garage, sowie den darin befindlichen PKW. Ein benachbartes Wohnhaus wurde ebenfalls beschädigt, eine 96-jährige Bewohnerin und ein 32-jähriger Passant mussten medizinisch behandelt werden.

Tatverdächtiger befindet sich in erzieherischer Einrichtung

Trotz des schweren Vorwurfes, kann der junge Täter offenbar noch auf Milde hoffen: Er befindet sich derzeit nicht in Untersuchungshaft, sondern wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft in eine Einrichtung für straffällig gewordene Jugendliche eingewiesen. Zufrieden mit den Ermittlungen zeigte sich dagegen Michael Ruschitschka, der Leiter der Kriminalpolizeiinspektion: „Ich freue mich über diesen Ermittlungserfolg, der zugleich belegt, dass sich die konzentrierte Arbeit meiner Kollegen auszahlt. Es liegt in der Natur der Sache, dass beispielsweise das Spurenaufkommen aufgrund der bei den Bränden entstehenden Hitze oder auch der Löscharbeiten der Feuerwehr äußerst gering ist. Es bleiben letztlich nicht viele Spuren, die miteinander abgeglichen werden können. Bei der Aufklärung der Brände ist deshalb viel Geduld und Beharrlichkeit gefragt, die sich nun für uns auch auszahlt.

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