Chemnitzer AfD wählt Nico Köhler zum neuen Vorsitzenden und stellt Kandidaten zur Bundestagswahl auf

Im Schatten der Debatte um die Einführung des umstrittenen Infektionsschutzgesetzes, tagte in Chemnitz die Kreismitgliederversammlung der AfD. Das dürfte wohl auch der Grund gewesen sein, warum der AfD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Oehme bei der entsprechenden Bundestagssitzung nicht anwesend war, wie aus der Übersicht der namentlichen Abstimmung hervorgeht. Oehme hatte nach dem schlechten Abschneiden bei der Chemnitzer Oberbürgermeisterwahl seinen Wahlkreis parteiintern zu verteidigen – doch der Ausgang dürfte den ehemaligen Flügel-Mann wenig erfreut haben. Bei einer Stichwahl setzte sich für die Kandidatur im Bundestagswahlkreis 162 der Autor Michael Klonovsky, der in jüngerer Vergangenheit als Berater und Redenschreiber für verschiedene AfD-Funktionäre, sowie als persönlicher Referent von Alexander Gauland tätig war, knapp gegen Oehme durch, der nun auf einen vorderen Listenplatz hoffen muss, um eine realistische Chance auf einen Wiedereinzug in den Bundestag zu haben.

Personalwechsel auch im Kreisvorstand

Nachdem der bisherige AfD-Kreisvorsitzende Dr. Volker Dringenberg, Vorsitzender der Ratsfraktion, nicht mehr angetreten war, wurde Nico Köhler ohne Stichwahl zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter ist Sven Bader, weiterhin komplettieren Steffen Wegert (Schatzmeister), sowie die Beisitzer Gabriele Köhler, Thomas Vogel, Stefan Pahlitzsch und Falk Heiligenschmidt den Kreisvorstand. Erste große Aufgabe des neuen Kreisvorstandes dürfte die Planung des Bundestagswahlkampfes 2021 sein – in 10 Monaten steht der Urnengang an und in der Politik ist das nun wahrlich keine allzu lange Zeitspanne.

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