Chemnitzer AfD fordert Obduktion von Covid-19-Toten

Wer starb an, wer starb mit Corona? Dieser feine Unterschied bleibt bei nahezu sämtlichen Statistiken, die bisher verbreitet worden sind, offen. Ein Covid-19-Infizierter, der etwa im Straßenverkehr überfahren wird, zählt formal als Corona-Toter. Dieser fragwürdigen Vorgehensweise geht die AfD-Fraktion im Chemnitzer Stadtrat auf den Grund. In einer Pressemitteilung kritisiert die Fraktion die Weigerung der Stadt Chemnitz, Todesopfer mit Corona-Bezug obduzieren zu lassen. Stadträtin Diana Rabe, die zuvor von der Verwaltung auf eine parlamentarische Anfrage die Mitteilung bekam, dass eine solche Obduktion nicht stattfindet, erklärt: „In der Bevölkerung herrscht große Unsicherheit in Bezug auf Covid-19. In Chemnitz werden bisher 16 Verstorbene als Opfer der Corona-Infektion geführt. In keinem Fall ist aber durch eine rechtsmedizinische Untersuchung abschließend geklärt, ob die Infizierung die tatsächliche Todesursache war. Da wir aber immer noch viel zu wenig über das Virus wissen, sollte man auch im tragischen Fall des Todes eines Infizierten alle Möglichkeiten nutzen, noch mehr über die tatsächlichen Auswirkungen zu erfahren.“ Weiter fordert Rabe, dass jedes Mittel genutzt werden müsse, um die Bevölkerung zu informieren und Unsicherheiten zu beseitigen – dafür seien die Kosten von etwa 950 Euro, die je Obduktion fällig werden, verhältnismäßig.

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