„Stadt der Moderne“: Schulze kritisiert Chemnitzer Namenszusatz und OB Ludwig blamiert sich mit 180 Grad – Wende

Auch wenn Wahlkampf ist: Mit seiner Forderung, den Namenszusatz „Stadt der Moderne“ abzuschaffen, da die Chemnitzer den Zusatz eher negativ verwendet und sich zu keiner Zeit mit diesem identifiziert haben, spricht SPD – Oberbürgermeisterkandidat Sven Schulze vielen Bewohnern aus der Seele. Auch 13 Jahre nach der Einführung des Zusatzes, den die Noch – Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig zu verantworten hat, weiß eigentlich niemand so richtig, was mit dem Slogan ausgedrückt werden soll. Doch ausgerechnet Barbara Ludwig macht jetzt eine Kehrtwende: Sie würde die Idee von Schulze unterstützen, vielleicht müsse etwas Neues gesucht werden oder die Zeit der Namenszusätze sei einfach abgelaufen, heißt es gegenüber der Freien Presse. Dabei zeigt Ludwig ein großes Problem auf: Sie hat einfach nicht verstanden, dass Spielereien einer kleinen Gruppe politischer Verantwortlicher, ergänzt um einige Zuflüsterer aus der „stadtgesellschaftlichen Elite“, nicht repräsentativ für „die Chemnitzer“ sind. Das wäre als Oberbürgermeisterin aber ihre Kernaufgabe gewesen. Vielleicht lernt Sven Schulze, der bei der Wahl am Sonntag die Nase vorn haben könnte, aus dem Verhalten seiner Vorgängerin und zieht die richtigen Schlüsse. Die Abschaffung des „Stadt der Moderne“ – Zusatzes wäre ein Anfang und ein richtiges Zeiches.

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