Pro Chemnitz demonstrierte auf dem Neumarkt für den Weihnachtsmarkt und gegen die „Coronadiktatur“

Bei schlechtem Wetter und dauerhaftem Regen fanden sich etwa 60 Unterstützer der Bürgerbewegung Pro Chemnitz am Freitagabend (30. Oktober) vor dem Rathaus ein, um an einer Protestkundgebung teilzunehmen. Unter dem Motto „Ja zum Weihnachtsmarkt, nein zur Coronadiktatur“, forderte Pro Chemnitz die Stadtverwaltung und die übrigen Parteien auf, statt der geplanten – und offenbar für Montag vorgesehenen – Absage für die Durchführung des Chemnitzer Weihnachtsmarktes einzutreten. Mehrere Redner kritisierten die Coronabeschränkungen der Landes- und Bundesregierung. Die Polizei war mit mehreren Einsatzfahrzeugen vor Ort, im Gegensatz zu den Versammlungen im Frühjahr 2020, bei denen die Polizei z.T. gegen Personenansammlungen rund um die Kundgebungen von Pro Chemnitz vorging, blieben Zwischenfälle aus. Die Auflage, einen Mindestabstand von anderthalb Metern einzuhalten, erfüllten die Demonstranten ebenso, wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, wobei Letzteres durch einen Schal geschah, der die Maske offenbar ersetzte. Grundsätzlich steht Pro Chemnitz der Maskenpflicht bei Versammlungen jedoch kritisch gegenüber, in seinem Redebeitrag kündigte Martin Kohlmann, Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, an, diese Auflage juristisch zu überprüfen, wenn im Vorfeld mehr Zeit sei – die Versammlung auf dem Neumarkt wurde am Donnerstag kurzfristig angemeldet, nachdem die geplante Absage des Weihnachtsmarktes bekanntgeworden war.

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