„Meine wunderbaren Jahre von Karl-Marx-Stadt“ – echte Kultur für die selbsternannte Kulturhauptstadt

Während sich eine gewisse Art (oft selbsternannter) Künstler bemüht, die Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2025 mit versenkten Autos oder Kissenschlachten am Sonnenberg voranzutreiben, hat Chemnitz auch echte Kultur zu bieten. Nur wird die, wenn es sich bei den Protagonisten nicht um ein entsprechend grün-alternatives Klientel handelt, leider medial nicht in vergleichbarer Form dargestellt. Deshalb sei an dieser Stelle die Aufmerksamkeit genutzt, um auf das im Frühjahr 2020 erschienene Buch „Meine wunderbaren Jahre von Karl-Marx-Stadt“ hinzuweisen, in dem der Autor Dieter Jörg List anhand seiner persönlichen Biografie einen Beitrag zur Aufarbeitung der Stadtgeschichte leistet. „Aufgewachsen in der unsicheren und kargen Zeit der Nachkriegsjahre in Ostdeutschland, 7 Jahre nach Gründung der DDR, beginnt der Autor seine Geschichte. Das sind Zeiten des unmittelbaren Erlebens, der Ängste durch den Kalten Krieg und unter den realen Bedingungen der DDR-Diktatur. Für ihn waren es lehrreiche und prägende Jahre. Im Nachhinein sogar die wunderbaren Jahre von Karl-Marx-Stadt“ heißt es in der Beschreibung des Buches, das bereits bei mehreren Lesungen vorgestellt wurde und auch die Wendezeit mit all ihren Veränderungen, sowohl für den Autor, als auch für unsere Stadt selber, thematisiert. . Wenn Chemnitz auf großer Bühne als Kulturmetropole wahrgenommen werden möchte und sich derzeit bemüht, aus dem gesamten, europäischen Raum mitunter fragwürdige Kunstprojekte heranzukarren, sollte es doch selbstverständlich sein, zuerst Kunst und Kultur vor Ort zu fördern, aber auch schätzen zu wissen.

Dieter Jörg List wird wegen seiner konservativen Einstellung medial ausgegrenzt

Das 448-seitige Buch kann beispielsweise bei Amazon, aber auch beim Compact-Shop für 25,99 Euro bestellt werden. Mit dem Preis unterstützt der Käufer einen Autor, der für seine konservative Einstellung in den vergangenen Jahren oftmals benachteiligt und sogar angefeindet wurde – privat, politisch und auch in seiner Eigenschaft als Kulturschaffender. Dass die meisten Lokalmedien das Buch vollständig verschwiegen haben, obwohl gerade in den letzten Monaten in Chemnitz ein Schwerpunkt auf kulturellem Engagement lag und ein stadtgeschichtliches Buch von einem politisch „unverdächtigen“ Autor sicherlich in der Tagespresse gepriesen worden wäre, unterstreicht, warum es sich lohnt, das Werk von Dieter Jörg List zu erwerben und den Künstler damit zu unterstützen.

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