Kein Profifußball: Spielbetrieb in der Regionalliga ausgesetzt, Zwangspause für CFC

Wenn der Chemnitzer FC am Sonntag bei der BSG Chemie Leipzig gastiert, dürfte nicht nur der Umstand, dass dieses Spiel außerhalb der Corona-Pandemie ein absoluter Klassiker gewesen wäre, schmerzen. Es wird vorerst, für mindestens einen Monat, auch das letzte Spiel des Chemnitzer FC sein: Der Fußball in der Regionalliga Nord-Ost wird ausgesetzt, als vierte Klasse zählt die Liga formal nicht zum Profifußball und ist somit nach den neuen Verordnungen der Länder eine verbotene Amateursportveranstaltung. Ein Umstand, den die betroffenen Vereine wohl kaum nachvollziehen können und für den es auch Kritik vom NOFV, dem Nordostdeutschen Fußballverband, gibt. „Zeigen Sie einmal mehr, dass der Amateursport nicht der Verursacher von Infektionsketten ist, sondern ungerechtfertigt von den Einschränkungen betroffen ist.  Der Vereins- und gerade der Amateursport steht mit dem erneuten Lockdown enorm unter Druck. Wir müssen und werden mit Ihrer aller Unterstützung gemeinsame Lösungen finden“, wird Holger Fuchs, Geschäftsführer des NOFV, in einer Pressemitteilung des CFC zitiert. In der kommenden Woche ist zunächst eine Videokonferenz aller betroffenen Vereine geplant, um Lösungen für die Zukunft zu erarbeiten. Wie diese aussehen könnten, ist offen. Denn: Abgesehen von der fehlenden Fankultur und dem starken Einschnitt in die Erlebniswelt Fußball, werden Geisterspiele auch finanziell zum Desaster für die Vereine. Den Spielbetrieb auf unbestimmte Zeit ruhen zu lassen, wird aber auch kaum praktikabel sein und dürfte auf breite Ablehnung stoßen.

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