Gauland und Chrupalla kommen nach Chemnitz: AfD plant großes Wahlkampfinale vor der Oberbürgermeisterwahl

Nachdem es in den ersten Tagen nach dem dem ersten Durchgang der Chemnitzer Oberbürgermeisterwahl etwas ruhiger um den AfD-Kandidaten Ulrich Oehme geworden war, geht es auf den letzten Metern eine Wahlkampfoffensive – aus gutem Grund, denn die AfD hat in Chemnitz durchaus die Möglichkeit, Geschichte zu schreiben, was nicht zuletzt die Streitigkeiten innerhalb der eigenen Partei etwas in Vergessenheit geraten lassen und neuen Schwung generieren würde. Alle fünf Bewerber für den Oberbürgermeisterposten liegen im Bereich von etwa 20 Prozent nah beieinander, nur wenige Stimmen werden am Ende den Ausschlag geben. Und die AfD kann in Chemnitz, wie etwa bei der Europawahl 2019, als sie stärkste Partei wurde, Wahlen gewinnen. Damit auf den letzten Metern des Wahlkampfes noch einmal die eigenen Anhänger, vor allem aber wohl die große Zahl derjenigen, die beim ersten Durchgang überhaupt nicht abgestimmt haben, mobilisiert werden, sind nicht nur zahlreiche, neue Plakate im Stadtbild zu finden, die noch einmal Aufmerksamkeit generieren sollen, auch die Bundesprominenz kommt nach Sachsen. Am 9. Oktober (Freitag) werden neben dem sächsischen AfD-Landesvorsitzenden Jörg Urban Bundessprecher Tino Chrupalla und der Ehrenvorsitzende Alexander Gauland, selbst gebürtiger Chemnitzer, erwartet.

AfD lädt zur Klartextrunde nach Hilbersdorf

Unter dem Motto „Klartextrunde, wie steht es um Deutschland?“, lädt die Partei für Freitag ab 19 Uhr in den „Ballsaal Hilbersdorf“ an der Frankenberger Straße 31. Die Lokalität bietet auch unter Corona-Bedingungen Platz für eine dreistellige Besucherzahl – es dürfte der Partei vor allem darum gehen, noch einmal die Motivation der eigenen Anhänger zu stärken. Denn: Letztendlich wird es darauf ankommen, wieviele Wähler jeder Einzelne in seinem Bekanntenkreis mobilisieren kann – das hat beispielsweise auch der parteifreie Oberübrgermeisterkandidat Lars Faßmann erkannt, der sich in seiner Mobilisierung für Wahlgang 2 fast ausschließlich auf vorherige Nichtwähler mobilisiert. Während es schwer sein dürfte, für die Außenseiter-Kandidaten Wähler aus dem Lager von SPD, CDU und Linkspartei zu gewinnen, liegt ihre große Chance darin, die ohnehin unzufriedenen Nichtwähler zu erreichen. Ob das gelingt, wird die spannendste Frage beim zweiten Urnengang am 11. Oktober sein.

Mit dieser Grafik mobilisieren Ulrich Oehme und seine AfD zur Veranstaltung:

Artikelbild: PR
Bild 2: AfD Chemnitz Facebook

Share:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.