Absage des Weihnachtsmarktes: Stadt rudert zurück, zumindest ein bisschen

Für den Chemnitzer Weihnachtsmarkt sieht es denkbar schlecht aus. Nachdem zu Wochenbeginn bekannt wurde, dass die Absage, die mit steigenden Corona-Infektionszahlen begründet wird, fest stünde, rudert die Verwaltung um Ordnungsbürgermeister Miko Runkel einen Tag später zurück. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, zunächst solle eine Woche abgewartet werden – ob es dann anders aussieht, ist zumindest fraglich, denn seit Tagen steigen die Infektionszahlen weiter an, so dass immer mehr Städte in eine Art Lockdown-Light wechseln. Für die Händler wäre der Ausfall des Weihnachtsmarktes ein Fiasko, von dem sich viele möglicherweise nicht mehr erholen könnten. Aber auch der Stadt Chemnitz würde etwas fehlen.

Möglicherweise enthält neue Landessatzung Reglung zu Weihnachtsmärkten

Abzuwarten bleibt, was die neue Landessatzung zur Corona-Schutzverordnung, die am Donnerstag vorgestellt werden soll, als Regelung enthält: Vorstellbar ist auch, dass auf Landesebene ein Verbot von Weihnachtsmärkten verfügt wird, um das Ausweichen in andere Regionen zu unterbinden. Auf diesem Weg könnte die Chemnitzer Stadtverwaltung den umgangssprachlichen „schwarzen Peter“ dann auch nach Dresden weiterreichen.

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