Polizei warnt vor Enkeltrickbetrügern im Erzgebirge

Es ist eine fiese Masche, mit der sogenannte Enkeltrickbetrüger (oft verstecken sich dahinter ganze Familienclans aus Osteuropa) versuchen, Senioren um ihr Erspartes zu bringen. Aus aktuellem Anlass, warnt das Polizeipräsidium Chemnitz vor einer Häufung von Fällen im Erzgebirge. Am Montag wurden Enkeltrickbetrugsversuche aus Schwarzenberg, Schneeberg und Oelsnitz bekannt – es könnte aber noch weitere Geschädigte geben, die sich bisher nicht bei der Polizei gemeldet haben. Erfreulich: In allen bisher bekanntgewordenen Fällen scheiterten die Betrüger und gingen leer aus.

Angebliche Notlage: So funktioniert der Enkeltrick

Das Vorgehen der Täter ist dabei sehr perfide: Im Fall einer Frau aus Schwarzenberg wurde ihr beispielsweise durch einen Telefonanruf suggeriert, ihr Enkel wäre nach einem Verkehrsunfall in einer Notlage und bräuchte dringend 20.000 Euro, dafür würde er am Nachmittag vorbeikommen. Die Frau überprüfte diese Angaben jedoch und fand schnell heraus, dass Betrüger am Werk waren. Ähnliche Anrufe erhielten auch zwei Senioren in Schneeburg und Oelsnitz, auch dort wurden angebliche Verkehrsunfälle und vermeintliche Enkel erfunden.

Polizei rät zu gesundem Misstrauen!

Für potentiell betroffene Personengruppen, in der Regel ältere Mitbürger, die gezielt in Telefonbüchern ausgewählt werden (zum Beispiel durch älter klingende Vornamen), gibt die Polizei einige Tipps. So wird empfohlen, ein gesundes Misstrauen an den Tag zu legen und sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Außerdem sollten am Telefon niemals Auskünfte zu finanziellen Verhältnissen gegeben werden. Bei verdächtigen Anrufen sollten zudem immer Verwandte kontaktiert werden, um zu prüfen, ob das Geschilderte tatsächlich zutrifft. Außerdem wird dringend davon abgeraten, fremden Personen Bargeld oder Wertsachen zu übergeben. Im Zweifel gilt: Polizei informieren!

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