Polizei beobachtet „Antifaschistischen Jugendkongress“ im AJZ

Der Verfassungsschutz bezeichnet das Treffen als „das Hauptereignis für Linksextremisten in der Region“, prominente Vertreter der Szene wie die Linkspartei-Abgeordnete Juliane Nagel aus Leipzig oder die Thüringer Parteigenossin Katharina König-Preuss werden als Unterstützer aufgeführt, auch die „Rote Hilfe e.V.“ und der Chemnitzer Stadtratsabgeordnete Toni Rotter rufen auf – seit Freitagabend (25. September) und voraussichtlich bis Sonntagnachmittag, findet der sogenannte „Antifaschistische Jugendkongress“ im AJZ an der Chemnitztalstraße statt. Von der Stadtgesellschaft weitestgehend unbeachtet, wirft immerhin die Polizei einen Blick auf die Veranstaltung und behält somit gefährliche Radikalisierungstendenzen, die den Teilnehmern vermittelt werden, im Auge. Seit Beginn des Kongresses, sind Streifen im Nahbereich positioniert, außerdem wird in Furth eine höhere Präsenz gezeigt. Auch der Verfassungsschutz dürfte das Treffen, bei dem auffällig viele Leipziger Autokennzeichen im Umfeld zu sehen sind, mitverfolgen. Bei Themen wie „Frauen und Militanz“ oder „Antifa for future“, die sich auf der Tagesordnung des Kongresses befinden, vermitteln Leipziger Linksextremisten ihren Chemnitzer Gesinnungsgenossen vermutlich das „Connewitzer 1 x 1“, das sich in regelmäßigen Gewalteskalationen auf Leipzigs Straßen widerspiegelt.

Hamburger G20-Krawalle wurden 2017 auch bei Kongress im AJZ geplant

Dass es sich bei den im steuergeldfinanzierten AJZ vermittelten Inhalten nicht um bloße Theorie handelt, belegt die Antwort auf eine Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Carsten Hütter: Das sächsische Innenministerium teilt auf Nachfrage mit, dass bereits im April 2017 ein „Antifaschistischer Jugendkongress“ in Chemnitz stattfand, bei dem u.a. die Planung der G20-Krawalle in Hamburg auf der Tagesordnung stand – bekanntlich kam es im Juli 2017 in der Elbmetropole zu bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen und schweren Angriffen für die Polizei. Für Chemnitzer Politiker von Grünen und Linkspartei sind das aber offenbar keine Gründe, die Veranstaltungen im AJZ kritisch zu hinterfragen: Wie jüngst bekannt wurde, hatte Susanne Schaper die Zukunft des AJZ sogar zu einer ausdrücklichen Bedingung einer (letztendlich gescheiterten) Kooperation mit der SPD gemacht, bei der in Runde 2 der Oberbürgermeisterwahl ein linker Rückzug diskutiert wurde.

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