Oberbürgermeisterwahl: Umfrage sieht Patt und Schulze in erster Runde vorn

Noch anderthalb Wochen bis zur Chemnitzer Oberbürgermeisterwahl und langsam wird es spannend. Das Meinungsforschungs-Institut Insa hat im Auftrag der Freien Presse eine Umfrage durchgeführt, bei der insgesamt 506 Chemnitzer befragt worden seien. Die Zahlen wurden jüngst veröffentlicht. Mit etwa 28 Prozent liegt demnach die CDU-Bewerberin Almut Patt in der ersten Runde vorne, dicht gefolgt von SPD-Kandidat Sven Schulze (26 Prozent). Etwas abgeschlagen, folgt demnach AfD-Kandidat Ulrich Oehme, ungefähr auf Augenhöhe mit der Linken-Kandidatin Susanne Schaper. Die Grünen mit Volkmar Zschocke kämen demnach auf 7 Prozent, der Einzelbewerber Lars Fassmann auf 6 Prozent. Jeweils 2 Prozent würden sich für Matthias Eberlein (Freie Wähler) und Thomas Vogel (Die Partei) entscheiden, Martin Kohlmann von Pro Chemnitz käme angeblich nur auf 1 Prozent. Die Freie Presse selbst führt aber an, dass Bewerber rechtsgerichteter Parteien in Umfragen in der Regel deutlich unterschätzt werden, da sich viele Bürger nicht trauen, ihre beabsichtigte Wahl in den Umfragen anzugeben. Es ist somit davon auszugehen, dass Ulrich Oehme im ersten Wahlgang bereits ein besseres Ergebnis einfahren kann und auch Martin Kohlmann dürfte bei deutlich mehr liegen, als dem prognostizierten Prozent, immerhin stellt Pro Chemnitz eine Ratsfraktion und kann in der Stadt auf ein gefestigtes Unterstützerumfeld zurückgreifen. Ebenso, wie die AfD, die bei der Landtagswahl 2019 auch in Chemnitz starke Ergebnisse erzielte. Letztendlich sollten solche Umfragen deshalb nicht überbewertet werden. Sie sind ein temporäres Stimmungsbild, zumal sich auch die Frage stellen wird, wie es den einzelnen Parteien gelingt, am Wahltag selber noch einmal ihre Anhänger zu mobilisieren.

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