Nach Aufbruch von Kaugummiautomaten am Sonnenberg überführt die Polizei einen Serientäter

Es klingt, wie ein Streich dummer Jungen. Doch einer der beiden Täter, die am Sonntagmorgen (15. September) gegen 6.05 Uhr einen Kaugummiautomaten an der Würzburger Straße auf dem Chemnitzer Sonnenberg aufbrachen, ist offensichtlich für eine Vielzahl schwerer Straftaten in den vergangenen Wochen verantwortlich. Doch von Anfang an: Zunächst beobachtete ein aufmerksam Zeuge, ein 48-jähriger Chemnitzer, den Aufbruch des Automaten, er alarmierte die Polizei und konnte einen der beiden Täter stellen, seinem Komplizen gelang die Flucht. Bei der Durchsuchung des Automatenaufbrechers, einem 22-Jährigen, fanden die Polizisten nicht nur Behältnisse aus dem Automaten, sondern auch Einbruchswerkzeug, diverse Schlüsselbunde und eine hochwertige Spiegelreflexkamera. Kurzerhand klickten deshalb die Handschellen und es ging auf das nächste Revier. Während der Tatverdächtige in Gewahrsam saß, liefen die Ermittlungen auf Hochtouren. Schnell stellte sich heraus, dass die Spiegelreflexkamera aus einem Einbruchsdiebstahl in der Oberfrohnaer Straße in Rabenstein stammte, dort wurde in der Nacht von Montag auf Dienstag gewaltsam in ein Geschäft eingebrochen und neben Bargeld die in Rede stehende Kamera entwendet. Und auch die Schlüssel konnten schnell zugeordnet werden: Sie stammten aus einem Einbruchsdiebstahl in ein Büro, in das in der Nacht von Samstag auf Sonntag eingestiegen wurde. Und so könnte sich die Auflistung wahrscheinlich noch fortsetzen, denn nach Auffassung der Ermittler soll der Mann für eine Vielzahl ähnlicher Delikte verantwortlich sein. Grund genug, wegen Wiederholungsgefahr einen Haftbefehl zu beantragen.

Staatsanwaltschaft lehnt Vorführung beim Haftrichter ab, Täter auf freiem Fuß

Doch während die Polizei eine eindeutige Position bezog, lehnte die Staatsanwaltschaft Chemnitz eine Vorführung beim Haftrichter ab und entließ den 22-Jährigen aus dem Gewahrsam. Die Ermittlungen wegen verschiedener Diebstahlsdelikte dauern jedoch an und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis der Mann wieder eine Straftat begeht. Dann ändert vielleicht auch die Staatsanwaltschaft ihre Meinung.

Bild: Symbolbild

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