Großflächig beschmiert: Ausgestellte Straßenbahn in der Chemnitzer Innenstadt wird zum Schandfleck

Die alte Tatrabahn, die seit Mitte Juli im Stadthallenpark aufgestellt ist und Teil der Kulturhauptstadt-Bewerbung sein soll, darf legal angemalt werden – bereits in der Vergangenheit gab es deshalb kontroverse Diskussionen, nachdem überwiegend linke bis linksextreme Botschaften auf der Bahn zu finden waren. Mittlerweile ist von der Straßenbahn jedoch kaum noch etwas zu sehen: Großflächig ziert die Botschaft „Evacuate Moria“ (Evakutiert Moria) beide Fahrzeuge. Was die (politisch zudem äußerst fragwürdige) Forderung nach der Evakuierung des griechischen Lagers Moria mit der Chemnitzer Kulturhaupstadtbewerbung zu tun hat, bleibt offen. Fest steht zumindest: Schön sieht es nicht aus und der Charme einer alten Straßenbahn ist auch dahin. Schade!

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3 thoughts on “Großflächig beschmiert: Ausgestellte Straßenbahn in der Chemnitzer Innenstadt wird zum Schandfleck

  1. Fest steht zumindest: Die Verfasser*innen haben keinen Sinn für Kunst und fragwürdig ist höchstens ihre Gesinnung, wenn das sie das Retten von Menschenleben in Frage stellen…

  2. Jonas hat es bereits gesagt… Mal davon abgesehen, dass Ihre persönliche Meinung als ernstzunehmender journalistischer Mitarbeiter einer Zeitung, die sich als seriös darstellt, in solch einem Artikel nichts zu suchen hat (nämlich ein Urteil darüber, was „schön“ ist oder was als Kunst bezeichnet werden sollte bzw. was politisch richtig oder falsch ist), finde ich einzig und allein Ihre politische Gesinnung als Verfasser „höchst fragwürdig“. Sie wischen mit einem Satz tausende von Menschenleben einfach so vom Tisch als ginge es hier nur um eine verdammte Tatra-Bahn, die die Chemnitzer wahrscheinlich sowieso nicht mehr sehen können. Falls die wissen wollen, wie sowas aussieht, können diese Menschen gern nach Leipzig kommen, da gibt es noch welche. Bei diesem Projekt ging es darum, öffentlichen Raum zu schaffen in dem Kunst enstehen kann und das ohne dabei in die Illegalität gehen zu müssen. Einen „Zug zu malen“ gehört zu den feuchten Träumen der Graffitilover. Hier steht die hall of fame direkt in der Innenstadt, das ist doch ne nette Idee. Dann haben die Künstler*innen auch noch versucht, eine wichtige Message zu vermitteln. Denn Menschen sind soziale Wesen. Solidarität ist der Grundstein unseres Überlebens. Und all das stampfen sie mit ihrer menschenverachtenden Caption verbal trotzig in den Boden. Schade!

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