Foto auf versenktem Auto im Schloßteich: Martin Kohlmann provoziert vor Oberbürgermeister-Wahl

Die Scheiben sind eingeschlagen, das Dach zerbeult – auf der Motorhaube des im Schloßteich versenkten Fahrzeuges sitzt Oberbürgermeisterkandidat Martin Kohlmann (Pro Chemnitz). Mit dieser Abbildung sorgt der Politiker aktuell für Aufsehen. Seine Botschaft „Damit Chemnitz nicht versenkt: Wählt Kohlmann!“. Doch was steht hinter der Aktion? Ist Kohlmann plötzlich ein begeisterter Teil der Gegenwarten-Ausstellung geworden und möchte für Chemnitz als Kulturhauptstadt 2025 werben? Das Gegenteil ist wohl der Fall: Auf Nachfrage des Chemnitzer Tageblatts teilte Kohlmann mit, er wolle „Kunst begehbar machen“ und mit seiner humoristischen Darstellung Aufmerksamkeit für die Kritik an der Kulturhauptstadtbewerbung schaffen, in deren Verlauf u.a. der Skoda im Schloßteich versenkt wurde. Tatsächlich hatte es intensive Diskussionen innerhalb der Chemnitzer Bürgerschaft gegeben, was ein versenktes Auto mit Kunst zu tun hat, zudem wurde das Fahrzeug sogar aus dem Teich geborgen, um die Scheiben zu erneuern und es anschließend wieder im Wasser zu positionieren. Das alles wäre eigentlich halb so wild, wenn nicht der Steuerzahler für die Fördermittel aufkommt, mit denen solche „Kunst“ finanziert wird. Gut möglich, dass Kohlmann mit seiner stilvoll gezeigten Ablehnung vielen Chemnitzern aus dem Herzen spricht.

Bild: Pro Chemnitz Facebook

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