Eilmeldung: Schulze knapp vor Patt, alles ist offen – Faßmann und Kohlmann überraschen in Runde 1!

Das ist ein Paukenschlag: In der ersten Runde der Chemnitzer Oberbürgermeisterwahl gibt es, wie erwartet, keinen klaren Sieger, aber dafür ein noch engeres Kopf-an-Kopf-Rennen, als zuvor von den meisten Beobachtern vermutet wurde. Sven Schulze von der SPD liegt mit etwa 22 Prozent ganz knapp vor Almut Patt (CDU), die auf etwa 21 Prozent kommt. Beide erhalten weniger Stimmen, als ihnen in Umfragen prognostiziert worden waren. Dahinter liefern sich erwartungsgemäß Ulrich Oehme (AfD) und Susanne Schaper (Die Linke) mit 13 bis 14 Prozent ein enges Duell. Doch aus dem Zweikampf ist ein Dreikampf geworden, überraschend ist der Einzelbewerber Lars Faßmann aus dem Stand auf etwa 12,5 Prozent der Stimmen gekommen und liegt damit deutlich über dem, was Umfragen im Vorfeld prognostiziert haben. Ebenfalls deutlich über dem Vorausgesagten liegt Martin Kohlmann von der Bürgerbewegung Pro Chemnitz, dem die Freie Presse im Vorfeld lediglich ein Prozent der Stimmen voraussagte, er liegt bei etwa 4,5 Prozent und damit fast auf Augenhöhe mit Volkmar Zschocke, der schon jetzt als einer der Wahlverlierer gelten dürfte. Der Grünen-Politiker erreicht gerade einmal rund 7 Prozent und ist damit bedeutungslos, ebenso, wie Paul Vogel von Die Partei, der etwa 1,5 Prozent erreicht. Etwas besser als prognostiziert, schneidet Matthias Eberlein ab, der statt der 2 erwarteten Prozentpunkte immerhin etwa 3,5 Prozent erreicht. Auch, wenn die Auszählung der letzten Stimmen noch andauert: Nach diesen Ergebnissen ist klar, dass am 11. Oktober alles (!) offen ist. Möglicherweise wird sich ein neuer Oberbürgermeister mit weniger als 25 Prozent der Stimmen durchsetzen können. Vor der drittgrößten Stadt in den östlichen Bundesländern liegen turbulente und spannende Wahlkampfwochen!

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