Zwei Jahre nach dem Tod von Daniel Hillig: Chemnitz erlebt im August 2020 beispiellose Gewaltwelle

Bis der Nächste stirbt? Diese Frage stellt sich angesichts der Gewaltwelle, die Chemnitz seit Monatsbeginn erlebt – wenige Tage vor dem 2. Todestag von Daniel Hillig, der am 26. August 2020 auf dem Stadtfest von mehreren jungen Männern aus Syrien erstochen wurde. Während es in der Folgezeit große Proteste und eine intensive Debatte über den Gewaltanstieg in Chemnitz gab, scheinen die Vorfälle mittlerweile wieder in Vergessenheit geraten zu sein. Dabei erlebt Chemnitz in diesen Tagen eine Häufung von Vorfällen und immer wieder scheinen die Täter, oftmals werden sie nicht gefasst, junge Männer aus Nordafrika oder der arabischen Welt zu sein. Unter dem Eindruck eines immer enger werdenden Meinungskorridors, bei dem abweichende Ansichten Diffamierungen bis hin zur sozialen Ächtung als Folge haben, bleibt die notwendige Debatte über Ursachen dieser Gewalt und Strategien dagegen aus. Dabei sind diese Straftaten, teilweise schwerste Körperverletzungen oder Sexualdelikte, nicht nur für die einheimische „Urbevölkerung“ eine Belastung, sondern auch diejenigen, die als Migranten nach Chemnitz gekommen sind, sich integriert haben und wichtige Säulen einer funktionierenden Stadt sind, werden pauschal mit den „schwarzen Schafen“ über einen Kamm geschoren. Ebensowenig, wie pauschale Verdächtigungen zu einer Lösung der Situation führen werden, kann die Schweigespirale, die teilweise über solche Straftaten (oder zumindest über die Herkunft der Täter) gelegt wird, wieder für Ruhe in unserer Stadt sorgen. Nein, vielmehr ist es nur noch eine Frage, wann der Nächste nach einer der fast täglichen Auseinandersetzungen (und immer wieder ist der Bereich rund um die Brückenstraße betroffen) auf der Straße liegen bleibt.

Der oder die nächste Oberbürgermeister(in) von Chemnitz wird sich der Situation dringend annehmen müssen und auch die Parteien sind gefragt, wie die Folgen aus fehlgeschlagener oder teils überhaupt nicht gewollter Integration bewältigt werden können. Es darf dabei keine Denkverbote geben – von einer Rückführung straffälliger Migranten bis hin zu einer Verlegung auffälliger Asylbewerber in westdeutsche Großstädte, in denen zumindest eine Integration innerhalb bereits bestehender, arabisch geprägter Parallelgesellschaften stattfinden kann, sollte kein Blatt vor den Mund genommen werden. Denn fest steht: Wegschauen ist schon lange keine Lösung mehr.

Eine unvollständige Auflistung der Vorfälle im August, über die das Chemnitzer Tageblatt berichtet hat:

Erneute Sexübergriffe in Chemnitz: 19-Jährige in Bernsdorf unsittlich berührt, Mädchen in Gablenz geküsst – Dunkelhäutige Tatverdächtige flüchtig!

Erneute Gewalteskalation: Mehrere Schlägereien in der Chemnitzer Innenstadt

Zwei Migranten versuchen, Mädchen in Gablenz zu vergewaltigen – Couragierter Zeuge verhindert Schlimmeres!

Gewaltwelle in Chemnitz hält an: 40-Jähriger am Sonnenberg mit Messer überfallen, Täter mit „dunklem Teint“ flüchtig

Schon wieder Schlägerei in der Chemnitzer Innenstadt: Unterschiedliche Nationalitäten gehen aufeinander los, Afghane festgenommen

Heckertgebiet: 53-Jähriger hinterhältig überfallen, Täter flüchtig

30-Jähriger in der Chemnitzer Innenstadt von drei Migranten verprügelt worden

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1 thought on “Zwei Jahre nach dem Tod von Daniel Hillig: Chemnitz erlebt im August 2020 beispiellose Gewaltwelle

  1. Sollte es nicht so lauten? Statt 2020 wohl eher 2018 gemeint??
    „Bis der Nächste stirbt? Diese Frage stellt sich angesichts der Gewaltwelle, die Chemnitz seit Monatsbeginn erlebt – wenige Tage vor dem 2. Todestag von Daniel Hillig, der am 26. August 2018 auf dem Stadtfest von mehreren jungen Männern aus Syrien erstochen wurde…“

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    Gedenkstätte Daniel H.
    facebook.com/wirsindnichtmeht

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