Bewährung für Kinderpornos: Ehemaliger Lehrer aus Zwickau kommt trotz Vorstrafen milde davon

Dieses Urteil sorgt für Diskussionen: Ein 58-jähriger, ehemaliger Lehrer aus Zwickau muss nicht ins Gefängnis, obwohl bei ihm zahlreiche Kinderpornos gefunden wurden, außerdem hatte er sich im Jahr 2011 an einer 15-jährigen Schülerin, die er seinerzeit in einem Chor betreute, vergangen. Obwohl es im neuerlichen Fall um hunderte Videos ging, die sexuelle Handlungen an minderjährigen Mädchen zeigen, ließen die Richter am Zwickauer Landgericht Milde walten – obwohl die erste Instanz, das Amtsgericht Zwickau, den Sextäter zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt hatte. Wie das Internetportal Tag24.de berichtet, hob das Landgericht den erstinstanzlichen Schuldspruch von 6 Monaten Haft teilweise auf und setzte die Strafe zur Bewährung aus. Gerade vor dem Hintergrund der Debatte über Kinderpornographie und sexuellen Missbrauch, die in den vergangenen Monaten auf Bundesebene geführt wurde, ist ein solch mildes Urteil nur schwer verständlich und setzt ein falsches Signal, denn hinter jedem Kinderporno stecken Leid und Gräueltaten, die wehrlosen Kindern widerfahren sind. Wer sich solcher Videos bedient und damit die Industrie unterstützt, macht sich an diesen Taten mitschuldig und gehört sicherlich höher bestraft, als mit wenigen Monaten Bewährung.

Share: