Masken: Empfehlung ja, Pflicht nein – neue Corona-Verordnung zum Schulbetrieb tritt in Kraft

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz hat am Dienstag (11. August) in Dresden eine neue Corona-Verordnung vorgestellt, die den Schulbetrieb regeln soll und am 31. August 2020 in Kraft tritt – sie ist bis zum 21. Februar 2021 befristet und damit die längste Corona-Verordnung, die das Bundesland bisher gesehen hat. Offenbar laufen die Planungen mit dem Virus, dessen Gefahr umstritten ist und teils sehr kontrovers diskutiert wird, bereits für eine lange Zeit – gut möglich, dass die „neue Realität“ mit Masken und (zwischenmenschlichem) Abstand nicht nur eine temporäre Erscheinung sein soll. Immerhin: Während etwa in Nordrhein-Westfalen Schüler während des Schulbetriebes eine Gesichtsmaske tragen sollen, gibt es eine solche Auflage in Sachsen (bisher) nicht, es wird lediglich pauschal angeraten, in Schulen eine Maske zu tragen, ohne dies jedoch näher auszuführen. Aber: Wenn einzelne Schulen ein erhöhtes Infektionsrisiko sehen, kann die jeweilige Schulleitung eine örtliche Maskenpflicht anordnen.

Rückkehr zur Unterrichts-Normalität weiter unklar

Wie allerdings der Unterricht unter Corona-Einschränkungen langfristig funktionieren soll, bleibt offen: Die Aufnahmebereitschaft dürfte angesichts der Sondersituation eher weiter abnehmen, als sich normalisieren. Gut möglich, dass die Kritiker der staatlichen Corona-Krisenpolitik angesichts solcher Langzeit-Krisenplanungen weiter an Zustimmung gewinnen und die Forderung nach einer Rückkehr zur Normalität lauter wird.

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