Linkspartei fordert Drogenkonsumraum, CDU und Pro Chemnitz widersprechen

Braucht Chemnitz einen Drogenkonsumraum? Diese Frage muss nach einer entsprechenden Forderung der Linkspartei, über die erstmals Tag24.de berichtete, diskutiert werden. Konkret fordert Jung-Politikerin Carolin Juler eine Räumlichkeit in Bahnhofsnähe oder im Heckert-Gebiet, in der beispielsweise Heroin-Abhängige unter Aufsicht ihrer Sucht nachgehen können, wobei sauberes Spritzbesteck bereitgestellt wir. Der Vorteil: Spritzen-Überreste an Fußgängerwegen, auf Spielplätzen oder in Parks würden sich drastisch reduzieren, auch der Drogenkonsum in Hauseingängen oder Hausfluren dürfte zurückgehen. Das Problem: Derzeit existiert keine Richtlinie auf Landesebene, welche die Schaffung von Drogenkonsumräumen gestattet, vor lokalen Planungen wäre demnach zuerst die Landesregierung am Zug.

Gegenwind von CDU und Pro Chemnitz

Doch auch in der Chemnitzer Politik gibt es Gegenwind: „Man sollte die Gelder besser in die Suchtprävention stecken“, fordert Landtagsabgeordnete Ines Saborowski von der CDU. In einem Facebook-Kommentar ergänzt Stadtrat Robert Andres (Pro Chemnitz), Drogenkonsumräume würden Anreize zum Erstkonsum schaffen, außerdem könnte sich ihr Umfeld zum Anlaufpunkt von Drogenhändlern entwickeln und somit die Schaffung von Angsträumen begünstigen.

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