Klassisches Eigentor: Oberbürgermeisterkandidat Sven Schulze verurteilt Kohlmanns Plakat-Schnellstart und plakatiert dann selber zu früh…

Als „klaren Regelverstoß“ bezeichnete der SPD-Oberbürgermeisterkandidat Sven Schulze den umstrittenen Plakat-Schnellschuss des Pro Chemnitz – Bewerbers Martin Kohlmann, der sich durch frühes Plakatieren, außerhalb der eigentlich Frist, offenbar politische Vorteile versprach. Gegenüber dem Chemnitzer Tageblatt ließ Sven Schulze mitteilen, dass dies eine ordnungsrechtliche Sanktion nach sich ziehen müsste. Doch ausgerechnet Schulze hält sich selber nicht an die 7-Wochen-Frist, die in der Plakatierungsvereinbarung mit der Stadt Chemnitz festgelegt ist: Seit Samstagvormittag (1. August) stehen an verschiedenen Standorten großflächige Plakate, mit denen der Bürgermeister für Stimmen wirbt, um Oberbürgermeister zu werden. Doch gerade von einem Mitglied der Stadtverwaltung dürfte doch eigentlich erwartet werden, dass Fristen penibel genau eingehalten werden – zumindest dann, wenn (mitunter berechtigte) Kritik an anderen Mitbewerbern geübt wird. Es scheint, als stünde ein Wahlkampf mit vielen kleinen Provokationen und Regelübertretungen vor der Haustür. Ob dann immer mit fairen Mittel gestritten wird, darf bezweifelt werden. Vielleicht trägt es aber dazu bei, am Ende zumindest die Aufmerksamkeit für die Wahl zu erhöhen und damit die Wahlbeteiligung zu steigern.

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