Insolvenzverwalter Siemon macht „rechtsradikale Fangruppierungen“ für den Niedergang des CFC verantwortlich

Wer trägt die Schuld für die katastrophale Finanzsituation, in die der Chemnitzer FC in den letzten Jahren geraten ist? Nach Ansicht des Insolvenzverwalters Klaus Siemon (61 Jahre, Düsseldorf), der jüngst seinen Abschlussbericht vorlegte, vor allem „rechtsradikale Fangruppierungen“, die einen großen Anteil an den unerwarteten Mehrkosten von über einer Millionen Euro hätten, die in der Aufstiegssaison 2018 / 19 entstanden seien. Wie sich diese Mehrkosten konkret aufschlüsseln und warum ein direkter Bezug zu tatsächlichen oder vermeintlichen „Rechtsextremisten“ in der Chemnitzer Fanszene besteht, geht aus dem Bericht nicht hervor. Doch auch ansonsten scheint Siemon auf Distanz zu den Fans zu gehen, die in einer beispiellosen Aktion jüngst rund 520.000 Euro sammelten, um die Zukunft des Vereins zu sichern – lobende Worte finden sich vergebens.

Siemon sieht CFC weiter von Insolvenz bedroht

Doch auch, wenn durch den aufgebrachten Betrag zunächst etwas Ruhe eingekehrt ist, steht die Finanzsituation weiter umgangssprachlich „auf der Kippe“. Laut Siemon wird der CFC auch in der kommenden Saison am Rande der Zahlungsunfähigkeit stehen – ein neuer Verlust zwischen 500.000 und 1 Millionen Euro ist einkalkuliert. Bleibt zu hoffen, dass der vorgelegte Insolvenzplan letztendlich die Gläubiger überzeugen kann, um irgendwann aus dieser Misere zu gelangen.

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