Im Chemnitzer Stadtzentrum: Fast jeder 2. Grundschüler hat einen Migrationshintergrund

In den letzten Jahren ist die Zahl der Grundschüler mit Migrationshintergrund stark gestiegen – dies geht aus einer Mitteilung der Stadt Chemnitzer hervor, die detailliert auflistet, wie hoch der entsprechende Anteil an den Grundschulen der Stadt ist. Den höchsten Anteil – nach Stadtteilen berechnet – gibt es im Zentrum, wo mit 47 Prozent fast jeder 2. Grundschüler einen Migrationshintergrund aufweist, ebenfalls auffallend hoch ist der Anteil im Yorckgebiet (46 Prozent), in Markersdorf (41 Prozent), in Bernsdorf (40 Prozent) und am Sonnenberg (39 Prozent). Die geringsten Anteile von Grundschülern mit Migrationshintergrund sind in Mittelbach und Euba (beide 0 Prozent), Wittgensdorf (1 Prozent), Siegmar (3 Prozent), Klaffenbach, Rabenstein und Kleinolbersdorf-Altenhain (alle drei 4 Prozent) vorzufinden. Insgesamt sind die Unterschiede an den Chemnitzer Grundschulen teilweise sehr deutlich, sowohl innerhalb der Stadt, als auch innerhalb der einzelnen Stadtteile.

Migranten an der Annenschule bereits in der Mehrheit

An der Annenschule im Zentrum stellen Migranten bereits heute die Mehrheit der Schüler, der Anteil beträgt dort 55,56 Prozent. Mit der Anton-Semjonowitsch-Makarenko-Grundschule befindet sich auch die Grundschule mit dem zweithöchsten Migrationsanteil (45,73 Prozent) in unmittelbarer Nähe. Auffällig: Während die Schlossschule in Schloßchemnitz mit 17,82 Prozent Migrationsanteil unter dem Stadtdurchschnitt (rund 20 Prozent) liegt, beträgt der Anteil wenige Meter entfernt an der Oberen Luisenschule bereits 32,30 Prozent.

Keinen Aufschluss geben die Zahlen darüber, aus welchen Ländern die Migranten stammen und ob es sich beispielsweise um Einwanderung aus europäischen Nachbarländern handelt oder die Entwicklung auf die jüngste Asyleinwanderungswelle seit 2015 zurückzuführen ist.

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1 thought on “Im Chemnitzer Stadtzentrum: Fast jeder 2. Grundschüler hat einen Migrationshintergrund

  1. Das war keine Mitteilung der Stadt. Das war eine Antwort der Stadtverwaltung auf eine Ratsanfrage der Fraktion der AfD.

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