Aktion auf dem Theaterplatz soll für Problem der Obdachlosigkeit sensibilisieren

Etwa 200 Besucher kamen am Freitagabend (14. August) zu einer Veranstaltung auf dem Chemnitzer Theaterplatz, die für das Problem der Obdachlosigkeit sensibilisieren sollte. Einige von ihnen übernachteten sogar auf dem Platz, um am Selbsttest zu erfahren, wie unangenehm das Leben auf der Straße ist – natürlich immer mit der Gewissheit, die tatsächliche Obdachlose nicht haben, am nächsten Tag wieder im heimischen Bett zu liegen. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Chemnitzer Filmnächten, in Kooperation mit der erst 16-jährigen Chemnitzerin Janice Schmelzer, die mit dem Projekt „Spendensparschwein Rosalie“ um finanzielle Unterstützung für Obdachlose wirbt.

Obdachlose brauchen langfristige Unterstützung

Auch, wenn es in einer Stadt mit hoher Leerstandsquote kaum vorstellbar ist, leben in Chemnitz Menschen auf der Straße. Hinter jedem einzelnen Obdachlosen verbirgt sich eine, zumeist traurige, Geschichte. Das in Gewissheit zu rufen, ist ein ehrenhaften Anliegen. Diesen Menschen langfristig zu helfen, bleibt vor allem eine Aufgabe von sozialen Organisationen, die Perspektiven schaffen und den Übergang in ein „geregeltes Leben“ begleiten. Dafür verdienen sie Unterstützung und vor allem Anerkennung.

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