25 Jahre nach Doppelmord: Vietnamese wegen Totschlags verurteilt

Im Jahr 1995 brachte der heute 53-jährige Vietnamese Quoc Hung N. Nach Auffassung des Chemnitzer Landgerichts zwei Landsleute auf brutale Weise um – Hintergrund des Verbrechens sollen Streitigkeiten innerhalb einer mafiaähnlichen Bande gewesen sein, die u.a. mit geschmuggelten Zigaretten handelte. Nach der Tat tauchte N. nach Tschechien ab, wo er erst im vergangenen Jahr festgenommen werden konnte. Im Verfahren wurden die Umstände der Tat, bei der zwei Brüder im Alter von 16 und 22 Jahren, ebenfalls Vietnamesen, getötet wurden, thematisiert. Während die Staatsanwaltschaft zunächst von einem Mord aus niedrigen Beweggründen ausging, konnte das Gericht nicht beweissicher feststellen, ob es sich seinerzeit um eine spontane Tat gehandelt hat oder der Angeklagte die Kontrahenten mit Tötungsvorsatz aufsuchte. Das Ergebnis: 12 Jahre Haft wegen Totschlag und späte Gerechtigkeit für ein brutales Verbrechen.

Share: