Wegen „dem Mob“: Paul Vogel kandidiert für Spaßpartei „Die Partei“ als Chemnitzer Oberbürgermeister

Mit 29 Jahren ist er der jüngste Oberbürgermeisterkandidat in Chemnitz – vielleicht gibt er sich auch deshalb wenig Mühe, ein ernsthaftes Wahlprogramm zu formulieren. So kündigte Vogel zwar an, nach seiner Wahl jedem Chemnitzer Bürger einen Euro schenken zu wollen, doch konkrete, stadtplanerische Ziele lässt er vermissen. Keine Seltenheit, denn Vogel vertritt „Die Partei“, eine Satirepartei, deren bekanntestes Aushängeschild der Europaabgeordnete und Titanic-Herausgeber Martin Sonneborn ist. Immerhin: In einem rund vierminütigen Video erklärt Vogel seine Motivation, als Oberbürgermeisterkandidat anzutreten. Er gibt an, dass die „Klansmänner, weißen Rassisten und Neonazis“, die im Herbst 2018 in Chemnitz nach dem Tod von Daniel H. demonstriert hätten, nicht die Zukunft dieser Stadt gestalten sollen, weshalb seine Kandidatur ein Gegenpol wäre. Nun, vielleicht wird im Wahlkampf erkennbarer, wofür Paul Vogel steht, andernfalls dürfte sein Wahlergebnis bei dem üblichen Spaßwählerpotential liegen, was sich von „Die Partei“ angesprochen fühlt.

Die Wahlankündigung kann bei Facebook als Video angesehen werden:

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